Mittwoch, 07 Juli 2010

socialwaydown – mit dem Motorrad durch Afrika

socialwaydown – mit dem Motorrad durch Afrika

Der Hamburger Hendrik Kempfert erfüllt sich seinen Jugendtraum und fährt mit dem Motorrad rund 21.000 Kilometer weit nach Kapstadt. Und auf seiner Route wird er knapp 20 Hilfsprojekte besuchen und unterstützen. „socialwaydown – Du bist Afrika“ heißt die Initiative, die er gegründet hat und bei der alle spenden können. Hendrik Kempfert war aber schnell klar, dass er sich den Luxus einer Reise die rund sechs Monate dauern wird, nicht leisten will, ohne eine soziale Komponente einzubauen. So trägt er die eigenen Kosten der Reise selbst und jeder gespendete Euro wird in die Hilfsprojekte fließen.

Der Hamburger zur Lage auf dem afrikanischen Kontinent: „Jeder von uns muss sich bewusst machen, dass wir Europäer als direkte Nachbarn gefordert sind, die Existenzchancen der Menschen dort zu verbessern. Es braucht Hilfe zur Selbsthilfe; unter diesem Aspekt habe ich die Projekte ausgewählt, die ich besuchen werde.“

Die meisten Spenden werden über die Stiftung „betterplace“ (betterplace.org) abgerechnet und den jeweiligen Hilfsorganisationen zugeführt. Zweiter Partner ist Viva Con Agua (vivaconagua.org), eine Trinkwasserinitiative, die weltweit Projekte realisiert. Jeder Spender kann bestimmen, welchen Projekten sein Geld zukommen soll und den Vorgang transparent auf Hendriks Webseite (socialwaydown.org) verfolgen.

Und die Tour kann detailliert verfolgt werden. Über sein GPS-Gerät wird Hendriks Route direkt in Google-Maps eingespeist. So kann jeder auf socialwaydown.org, twitter oder Facebook verfolgen, wo er sich gerade befindet. Außerdem bildet das GPS eine Sicherheitskomponente – wird ein Knopf am Gerät über längeren Zeitraum nicht gedrückt, schlägt es Alarm. So wissen die Daheimgebliebenen immer, wo er gerade ist.

Und mit welchem Fahrzeug legt man so eine Strecke zurück? Hendrik hat sich für eine Royal Enfield Bullet 350 entschieden. Diese wurde auf eine 12-Volt-Anlage umgebaut, um mit der Bordspannung Geräte, wie Handy und Laptop laden zu können. Im Gepäck hat er vor allem Ersatzteile, da diese in Afrika eher nicht vorrätig sind.

 

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