Auf zu neuen Ufern: Die BMW K 1600 GT/GTL
Der Sechszylindermotor übt auf die Freunde der motorisierten Fortbewegung seit je her eine gewaltige Anziehungskraft aus. Perfekt ausgeglichene Massen sorgen für eine vibrationsfreie Fahrt, das Drehmoment ist eindrucksvoll. Das Ganze garniert mit einem Sound, der mit seiner unvergleichlichen Art süchtig macht. Wenn es einen Hersteller gibt, der von sich behaupten kann Spezialist für diese Art von Maschine zu sein, so ist es der bayrische Hersteller BMW, der auf über 70 Jahre Sechszylindererfahrung im Automobilbereich verweisen kann.
Die früheren Versuche die Vorteile dieses Konzeptes auch auf das Motorrad zu übertragen, waren allerdings nur von mäßigem Erfolg gekrönt. Ein Umstand, dem sich die Ingenieure aus München bereits 2009 mit dem Concept 6 gestellt haben. Die aufregende Studie beflügelte die Fantasie der Motorradfans. Nun lässt BMW Motorrad den Sechszylinder in Serie gehen und präsentierte auf der Intermot 2010 die neue K 1600 GT/GTL.
Größte Hemmnisse bisher: Gewicht und Baubreite
Mit einem Gewicht von 102,6 Kilogramm ist das neue Aggregat nur wenig schwerer als die nächstkleineren 1300 Kubikzentimeter-Vierzylinder. Seine verhältnismäßig geringe Breite verdankt er unter anderem den Zylinderabständen von grade einmal 5 Millimetern. Dank gewaltiger 175 Newtonmeter bei 5.250 Umdrehungen und einer Spitzenleistung von 160 PS wird mit Sicherheit kein Auge trocken bleiben.
Ansonsten bietet die BMW K 1600 GT/GTL alles, was das Motorradfahrerherz begehrt. Teilintegrales ABS in Serie, Traktionskontrolle, Navi, iPod, mp3 etc. gegen Aufpreis, Qualität auf höchstem Niveau. Doch wie alles in der (Motorrad-)Welt hat auch die neue BMW K 1600 ihren Preis.
Der Preis für den Einstieg in die Sechszylinderwelt dürfte jenseits der 20.000 Euro liegen.

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