Donnerstag, 09 September 2010

Design und Aggressivität: MV Agusta F4 1000 (2010)

Design und Aggressivität: MV Agusta F4 1000 (2010)

Das Motorrad, das seinen Auftritt schon im Guggenheim-Museum New York hatte, jetzt in einer Neuauflage: MV Agusta F4 1000 (2010). Wie bei der italienischen Edelschmiede üblich, wurde bei der Entwicklung viel Wert auf Optik und Performance gelegt. Das Ergebnis ist ein technisch ausgereiftes Liebhaber-Motorrad: zeitgemäß, schlank und leistungsstark.

Ein schnörkelloses Sportbike, das seine Aggressivität im Design widerspiegelt, bis hin zu den im Spiegel integrierten Blinkern. Schlicht und erhaben ist die MV Agusta F4 1000 (2010), wie es sich für ein italienisches Design-Motorrad gehört – alles auf Aerodynamik ausgelegt, während sich die echten Perlen, wie Brembo-Monoblock-Bremsen oder die Marzocchi-Upside-Down-Gabel, vornehm zurückhalten. Mit ihrem neuerdings quadratischen Endrohrquartett direkt unterm Heck sieht die MV Agusta F4 1000 (2010) kantig aus – genauso bissig wie von vorn, wo ein einzelner rautig-runder Scheinwerfer den Betrachter übermütig anstarrt: Man sieht förmlich, wie sie mit Topspeed im Wind liegt. Unverkennbar der Entwurf von Massimo Tamburini, der dem Motorrad vor zehn Jahren sein eigenwilliges Aussehen gab.

Alu-Einarmschwinge, Alu-Gussräder, Stahl-Gitterrohrrahmen ... alles auf Gewichtsreduktion und Geschwindigkeit ausgelegt. Die MV Agusta F4 1000 (2010) ist handlicher geworden: Verstellbare Brems- und Kupplungshebel sowie anpassbare Fußrasten machen sie alltagstauglicher. Der Tank wurde erheblich kleiner (17 Liter) und fügt sich besser ins Gesamtkonzept ein.

186 PS Leistung sind das stolze Ergebnis einer Überarbeitung des wassergekühlten Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotors mit Ausgleichswelle gegen Motorvibrationen. Ein präzise agierendes Fahrwerk, der einstellbare Lenkungsdämpfer und eine verbesserte Lenkerposition der MV Agusta F4 1000 (2010) machen das Motorrad kontrollierbarer. Der Bordcomputer zeigt von der Traktionskontrolle bis zur Ganganzeige alles Nötige in einem Digitaldisplay mit Tag-/Nacht-Einstellung an.

Somit bleibt die MV Agusta F4 1000 (2010) ein Motorrad für Emotionen, das beim Fahren berauscht und schön anzusehen ist – mancher kann ihr stundenlang verliebt ins Zyklopenauge blicken.

Mehr zum Thema

Honda CBR 1000 RR Fireblade (2010) - Renngerät in Reinkultur

Nürburgring, Samstagmorgen, 8.23 Uhr. Der Nebel lichtet sich, auf den Wiesen befindet sich noch der Morgentau. Langsam sucht sich die Sonne den Weg durch die Baumkronen. Während u den Reißverschluss deiner Lederkombi schließt, atmest du noch einmal kurz durch. Ruhe bewahren, du hast dir heute viel vorgenommen. Du setzt dich auf, und noch während du den gierigen Vierzylinder startest, weißt du, dass du jederzeit auf die Honda CBR 1000 RR Fireblade (2010) zählen kannst.

Kompromisslose Rennmaschine made in Germany: BMW S 1000 RR (2010)

Wer über Superbikes spricht, meint in der Regel die potenten Motorräder aus Fernost. Nur die Italiener halten mit Ducati (848 + 1198) und Aprilia (RSV) die europäische Rennflagge hoch. Triumph ist mit der Daytona 675 dabei, beschränkt sich aber auf die kleinere Hubraumklasse. Wurde in diesem Zusammenhang BMW Motorrad ins Spiel gebracht, überwog dann doch eher die Meinung, dass die nicht gerade untermotorisierten K-Modelle in die Kategorie "Reisetourer" einzuordnen sind. Aber mit der S 1000 RR (2010) ist alles anders.

Yamaha YZF-R1 (2010)

Yamaha hat 2009 den Motor der YZF-R1 komplett neu konstruiert und dabei große Veränderungen eingeläutet. Die Kurbelwelle mit jeweils um 90 Grad versetzten Hubzapfen und die ungleichmäßige Zündfolge sorgen für eine lineare Drehmomentkurve und einen Sound, der so gar nicht einem 4-Zylinder-Reihenmotor entspricht. Dieses Motorkonzept wurde vom Dienstfahrzeug des neunfachen Weltmeisters Valentino Rossi, der Yamaha YZR-M1, abgeleitet.

Kundenfeedback (0)

Bitte Kommentar schreiben

Sie kommentieren als Gast. Optionales Login unten.

Abbrechen Sende Kommentar...