Yamaha YZF-R1 (2010)
Yamaha hat 2009 den Motor der YZF-R1 komplett neu konstruiert und dabei große Veränderungen eingeläutet. Die Kurbelwelle mit jeweils um 90 Grad versetzten Hubzapfen und die ungleichmäßige Zündfolge sorgen für eine lineare Drehmomentkurve und einen Sound, der so gar nicht einem 4-Zylinder-Reihenmotor entspricht. Dieses Motorkonzept wurde vom Dienstfahrzeug des neunfachen Weltmeisters Valentino Rossi, der Yamaha YZR-M1, abgeleitet.
Auch der Deltabox-Rahmen der R1 wurde neu konstruiert und hat seit der 2009er Version einen kürzeren Radstand. Das ganze Fahrzeug wurde kompakter und mit niedrigerem Schwerpunkt gebaut, indem der Rahmen um 9 Grad aufrechter im Fahrwerk steht und der Motor um 31 Grad nach vorne geneigt wurde. Auch um Gewicht zu sparen, wurde der neuen YZF-R1 das Magnesium-Rahmenheck der Yamaha YZF-R6 verpasst. Die R6 ist bereits seit 2008 mit dem Heck aus Magnesium unterwegs.
Die 43er Gabel der R1 wurde mit einem neuen Innenleben ausgestattet. Dabei arbeitet die Druckstufen-Dämpfung im linken Gabelholm unabhängig von der Zugstufen-Dämpfung im rechten Gabelholm. Durch die Aufteilung auf die Holme konnten die Durchmesser der Dämpfer größer ausgelegt werden und das Einstellen der Gabel fällt leichter.
Die Yamaha YZF-R1 wurde 1997 auf der EICMA in Mailand vorgestellt. 2002 erfolgte die erste Überarbeitung der Maschine. Neben einer kleinen Leistungsanhebung auf 152 PS wurden eine Einspritzanlage und ein Katalysator verbaut. 2004 kam die dritte Generation der Yamaha YZF-R1 auf die Straße und dieses Mal fiel die Leistungskur ziemlich heftig aus: 172 PS sollten den Flitzer an die Spitze der Superbikes katapultieren.

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