Can-Am Renegade 800R EFI mit Kettenantrieb
Das mopedmagazin hat ein 800er Renegade von Can-Am mit Kettenantrieb getestet und wir bekommen seither das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Bis zum Test haben wir uns den Winter weggewünscht, weg mit dem Schnee, her mit hohen Temperaturen und ordentlich Grip für´s Motorrad.
Jetzt ist alles anders, der Schnee soll auf ewig bleiben und ein Lottogewinn den Umbau auf Kettenantrieb finanzieren. Denn der ist teuer: Für den Umbau, der im Video zu sehen ist, sind schlappe 4.700 Euronen fällig. Es gibt auch Anbieter, die den Ketten-Spaß schon für rund 2.700 Euro möglich machen. Siehe hier auch den Bericht zur Mattracks Inc.
Zum fahren:
Die Lenkkräfte sind massiv, wer den ganzen Tag mit dem Ketten-ATV durch die Landschaft pflügt, hat am Abend mächtig dicke Arme. Massiv ist auch der Vortrieb: Das Fahrzeug beschleunigt mit den Ketten im Schnee quasi genau so, wie auf der Straße. Es scheint kein Halten zu geben. Das einzige Limit scheinen tatsächlich Steigungen zu sein, die das Renegade zum kippen bringen, ansonsten ist alles möglich, unabhängig vom Untergrund. Und dabei fährt es sich auch auf der Straße erstaunlich gut – wenn man mit besagten hohen Lenkkräften zurechtkommt.
Fazit: Wer sich die Ketten nur so zum Spaß rauslässt, bezahlt einen Haufen Geld dafür, bekommt aber die Mundwinkel nicht mehr in Ernst-Position. Wer mit dem ATV ernsthaft arbeitet, zum Beispiel im Wald oder in den Bergen, der hat das ultimative Arbeitsgerät zum Sparpreis. Da werden sich selbst hartgesottene Geländefahrzeuge, wie zum Beispiel ein Land Rover Defender oder ein Unimog schwer tun, mit dem Ketten-ATV mitzuhalten. Das Basis-Fahrzeug bei unserem Test, ein Can-Am Renegade 800R EFI, hat genug Leistung, um die Ketten auch durch hartes Gelände durchzupflügen. Bei einem Fahrzeug mit geringerer Leistung kann die Fahrt etwas zäh werden.

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