Donnerstag, 21 Oktober 2010

Navistest Tom Tom Rider 2nd edition

Navistest Tom Tom Rider 2nd edition

Ok, das Tom Tom Rider ist mit Handschuhen zu bedienen. Wenn man das Gerät auspackt und in Händen hält, kann man sich das echt nicht vorstellen. Allerdings artet die Bedienung mit Handschuhen teilweise in eine Fummelei aus und immer wieder drückt man Tasten, die eigentlich nicht auf dem Plan standen. Dabei ist auch die Menüführung nicht immer hilfreich und man landet nach langer Fingerei wieder am Anfang.

Ein großer Vorteil des Geräts ist, dass es wirklich sofort einsatzbereit ist. Einfach die beigefügte SD-Karte einlegen und mit dem Kartenmaterial durch ganz Europa kurven. Sofern man happige 599 Euro angelegt hat. Wer sich 100 Euro sparen möchte, kann die „Regional Edition“ kaufen und kommt damit durch Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein.

Wir sind jedenfalls mit dem Kartenmaterial nicht verloren gegangen und immer korrekt angekommen. Auch wenn die Navigation manchmal ein bisschen verwirrend ist. Verfährt man sich, oder wählt eine andere Route, rechnet das Tom Tom Rider schnell um, und bietet einen alternativen Weg bzw. mahnt zum Umdrehen.

Das Display ist spiegelfrei und kann tags wie auch nachts gut abgelesen werden. Mit dem mitgelieferten Zubehör lässt sich das Navi spielend leicht und blitzschnell am Motorrad montieren – sofern man ein durchgehendes Lenkerrohr hat. Bei einem Sportmotorrad mit dicker Gabelbrücke und Stummel-Lenker kann es eine ziemliche Sucherei werden, einen geeigneten Platz zu finden. Wir konnten jedenfalls bei einer Ducati 996 spontan keinen vernünftigen Platz finden, um das Gerät festzumachen – zumindest wenn man es nicht an den Lenkungsdämpfer klemmen möchte. Es empfiehlt sich daher vor den Kauf die angebotenen Halterungen anzusehen und zu Hause erstmal zu überlegen, wo und wie das Gerät befestigt werden soll.

Tom Tom liefert ein Bluetooth-Headset mit. Das wird am Helm angeklemmt und eine Hörmuschel per Klett im Helm befestigt. So können die Ansagen des Navis auch unterm Helm gehört werden. Übrigens kann man sich neuerdings mit der originalen Stimme von Homer Simpson durch die Lande navigieren lassen. Das Headset kann schnell störend wirken. Zum einen schränkt es leicht die Beweglichkeit mit dem Helm ein und irgendwie hängt da einfach immer was dran. Das kann den einen oder anderen stören, andere lässt es kalt. Zum anderen kann die Klettbefestigung in manchen Helmen nicht halten.

Außerdem kann das Headset mit dem Mobiltelefon verbunden werden und zum telefonieren genutzt werden. Sofern den Gesprächspartner die Windgeräusche nicht stören oder er überhaupt etwas versteht.

Die Akkulaufzeit wird mit bis zu fünf Stunden angegeben und er hält was er verspricht. Es wird aber auch eine Kabel mitgeliefert, mit dem eine feste Stromversorgung am Fahrzeug gelegt werden kann. So steht auch längeren Reisen nichts im Wege.

Fazit: Das Tom Tom Rider ist nicht gerade günstig und unter Umständen auch nicht einfach am Motorrad anzubringen. Die Bedienung mit Handschuhen funktioniert schon, man brauch halt ein bisschen Geduld. Worauf es bei einem Navi ankommt, funktioniert – das Gerät lotst einen korrekt zum gewünschten Punkt.

 

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